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28 August 2017 OstseeZeitung

Tom Maron siegt im Zielsprint beim 19. Vilm-Schwimmen

Organisator Thiede freut sich über perfekte Bedingungen und keine Ausfälle

Von Niklas Kunkel

Bild: DRK

Bild: © DRK, B. Päschke

Lauterbach

Im letzten Jahr, beim 18. Vilm-Schwimmen, unterlag der Bremer Tom Maron noch seinem Dortmunder Kontrahenten Michael Prüfert um wenige Sekunden. Bei der 19. Auflage des beliebten Langstreckenrenns hatte er das bessere Ende für sich. "Es war eine super Veranstaltung. Micha und ich haben uns die ganze Strecke gepusht", sagte der 22-jährige Bremer im Ziel.

Etwa eine halbe Stunde zuvor erfolgte der Start auf der Insel Vilm für die 390 Schwimmer. Maron und Prüfert setzten sich noch vor der ersten Tonne vom Feld ab und machten deutlich, dass sie den Sieg untereinander ausmachen würden. Keiner konnte sich jedoch entscheidend absetzen, und so schwammen sie Zug um Zug nebeneinander her auf der 2,5 Kilometer langen Strecke zurück in den Hafen von Lauterbach. "Ich konnte ihn nicht abschütteln, ein richtiger Zwischensprint ist auf der langen Strecke gefährlich. Nachher gehen einem die Körner aus," beschreibt Maron den Rennverlauf.

So ging es Schulter an Schulter an der letzten Markierung vorbei auf die Zielgerade. Maron sicherte sich die Innenseite und hatte so den entscheidenden Vorteil. "Da bin ich einfach nicht mehr vorbei gekommen. Das hat er fair und schlau gelöst", gibt sich Prüfert als guter Sportsmann, ist aber kämpferisch für die Jubiläumsausgabe: "Beim 20. Vilm-Schwimmen bin ich wieder dabei und dann hole ich mir meinen Titel zurück." Kampflos will Maron das aber nicht zulassen: "Ich komme auch wieder und dann liefern wir uns hoffentlich wieder so ein Rennen."

Mit einer Zeit von 29:51 Minuten war es eine der schnellsten Zielankünfte in der Geschichte des Vilm-Schwimmens. Aber nicht nur die professionellen Schwimmer, die die Strecke möglichst schnell überwinden wollen, hatten ihren Spaß. "Alle 390 Schwimmer sind heil im Ziel angekommen. Auch das Zeitlimit von zwei Stunden war kein Problem", bilanzierte Organisator Torsten Thiede, nachdem mit der 81-jährigen Bergenerin Elisabeth Buhl die letzte Schwimmerin aus dem Wasser kam. Kurz vor ihr war die ebenfalls aus Bergen stammende Hilde Sokolowski (74) durchs Ziel geschwommen.

Sie zeigten sich, wie alle anderen Teilnehmer aus ganz Deutschland, Polen und Tschechien, begeistert von der Strecke und den vielen Zuschauern an Land. "Wir sind hoch zufrieden mit der Veranstaltung. Alle sind gut angekommen und haben gute Laune", freute sich Organisator Thiede, der sich besonders bei den 250 Helfern von DLRG, DRK und Marine bedankte, die neben dem Übersetzen auf die Insel Vilm auch für die Sicherheit sorgten. Die in diesem Jahr erstmals obligatorischen Rettungsbojen kamen nur einmal zum Einsatz, allerdings hatte der Schwimmer seine Boje aus Versehen beim Schwimmen ausgelöst und zog sie bis ins Ziel.

Während das Hauptfeld zum Start gebracht wurde, traten 52 Kinder auf den Strecken 100 , 200 und 400 Meter zum Kleinen Vilm-Schwimmen an. Auch hier stand der Spaß im Vordergrund und alle Teilnehmer kamen ins Ziel. "Mit dieser Teilnehmerzahl sind wir noch nicht wirklich zufrieden", sagte Thiede, der sich über Zuwachs bei den Kleinsten freuen würde. Die 20.Ausgabe des Vilm-Schwimmens am 25. August 2018 wird aber wieder mit circa 400 Startern im Hauptfeld stattfinden.