Die Rügener Werkstätten haben sich erfolgreich um eine Förderung zur Entwicklung eines Klimaanpassungskonzeptes beworben. Nach dem Zuschlag beauftragte der DRK-Kreisverband Rügen-Stralsund e. V. die GreenAdapt Gesellschaft für Klimaanpassung mbH mit der fachlichen Begleitung. Am 10. September 2026 kamen zwei Mitarbeitende des Unternehmens erstmals nach Rügen, um gemeinsam mit dem Werkstattleiter und weiteren Vertretern des Kreisverbandes die Arbeit an dem Projekt aufzunehmen.
Im Mittelpunkt des Auftakttreffens stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen. Bei einem Rundgang verschafften sich Adrian Pfalzgraf, Geschäftsführer von GreenAdapt, und seine Kollegin Emelie Ganschior einen Überblick über die Hauptwerkstatt im Tilzower Weg 35 in Bergen auf Rügen. Besichtigt wurden sowohl die verschiedenen Arbeits- und Aufenthaltsbereiche als auch das Außengelände. Dabei informierte Werkstattleiter Sören Baumeister über die örtlichen Gegebenheiten und bereits wahrnehmbare Belastungen.
Den Hintergrund des Projektes bilden die zunehmenden klimatischen Veränderungen. Längere Hitzeperioden, intensive Sonneneinstrahlung, Trockenheit, Starkregen und Stürme können sich auf Gebäude, Außenanlagen und insbesondere auf die Arbeitsbedingungen der Menschen vor Ort auswirken. Die Rügener Werkstätten möchten frühzeitig geeignete Maßnahmen identifizieren, mit denen der Standort langfristig widerstandsfähiger gestaltet werden kann.
Bereits bei der ersten Besichtigung zeigten sich verschiedene Ansatzpunkte. Diese werden in den kommenden Monaten untersucht, bewertet und zu einem standortbezogenen Gesamtkonzept zusammengeführt. Im Vordergrund stehen praktikable und wirtschaftlich tragfähige Lösungen, die gute Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen sichern und die Werkstatt auf künftige klimatische Herausforderungen vorbereiten.
An der Auftaktveranstaltung nahmen auch Mitarbeitende aus weiteren Bereichen des DRK-Kreisverbandes teil. Viele soziale Einrichtungen stehen vor vergleichbaren Fragen, etwa beim Hitze- und Sonnenschutz oder beim Umgang mit Starkregen. Der gemeinsame Austausch soll deshalb dazu beitragen, übertragbare Lösungsansätze zu erkennen und Synergien innerhalb des Kreisverbandes zu nutzen. Die in den Rügener Werkstätten gewonnenen Erkenntnisse können so perspektivisch auch in anderen Einrichtungen berücksichtigt werden.
Bis zum 30. April 2027 wird GreenAdapt den Kreisverband bei der Bestandsaufnahme, der Bewertung und der Entwicklung geeigneter Maßnahmen begleiten. Das erste Arbeitstreffen bildete dafür die Grundlage: Es diente dem Kennenlernen des Standortes, dem fachlichen Austausch und der gemeinsamen Festlegung der nächsten Schritte.
Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen der Förderrichtlinie „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ (AnpaSo). Das Programm unterstützt soziale Einrichtungen dabei, individuelle Strategien für den Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu entwickeln. Projektträgerin ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.