Das Rettungsdienstgesetz Mecklenburg-Vorpommern (Novellierung 2015) sieht eine zeitlich befristete Vergabe rettungsdienstlicher Leistungen vor. Vor diesem Hintergrund leitete der Landkreis Vorpommern-Rügen am 05.06.2025 ein Vergabeverfahren ein, das durch einen Interimsvertrag zur Sicherstellung der kontinuierlichen Versorgung begleitet wurde.
Mit dem Zuschlag vom 15.12.2025 wurde der DRK-Kreisverband Rügen-Stralsund e. V. für die Rettungswachen Baabe, Bergen, Binz, Garz, Kluis, Sassnitz und Stralsund ab dem 01.01.2026 für eine Laufzeit von zehn Jahren mit der Durchführung rettungsdienstlicher Leistungen beauftragt. Die Vertragsunterzeichnung am 03.02.2026 markierte zugleich die offizielle Übergabe der Leistungserbringung im bodengebundenen Rettungsdienst sowie im Bevölkerungsschutz. Damit ist eine verlässliche, flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung im Landkreis Vorpommern-Rügen langfristig gesichert.
Der Landkreis erfüllt damit seinen gesetzlichen Auftrag, die rettungsdienstliche Versorgung gemeinsam mit leistungsfähigen Partnern sicherzustellen. Das zukünftige Zusammenwirken der Leistungserbringer – Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Johanniter-Unfall-Hilfe, DRK Rügen-Stralsund, DRK Nordvorpommern sowie dem Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Vorpommern-Rügen – wurde von allen Beteiligten positiv bewertet
Die langfristige Vertragsbindung schafft für den DRK-Kreisverband Rügen-Stralsund eine hohe Planungssicherheit und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, strategisch in die Zukunft zu investieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere Investitionen in bestehende Rettungswachen sowie mögliche Neubauten zur weiteren Stärkung der Infrastruktur.
Der erfolgreiche Abschluss des Vergabeverfahrens unterstreicht die Leistungsfähigkeit des Kreisverbandes und die engagierte Arbeit der Mitarbeitenden. Er ist zugleich Ausdruck des täglichen Einsatzes aller haupt- und ehrenamtlichen Kräfte im Rettungsdienst sowie in den Bereichen Sanitätsdienst, Betreuungsdienst, Jugendrotkreuz, Wasserwacht, Blutspende, Ortsvereine und vielen weiteren Arbeitsfeldern, die gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Daseinsvorsorge in unserer Region leisten.