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Kreisverband
Rügen-Stralsund e. V.

Aktuell

02 August 2017

DRK-Kreisverband Rügen-Stralsund startet Werbe-Aktion für eigene Leistungsangebote

Fördermitglieder und aktive ehrenamtliche Helfer für das Deutsche Rote Kreuz gesucht

Bild: DRK

Bild: © DRK

Die meisten Menschen reagieren zunächst einmal skeptisch, wenn sie an der eigenen Wohnungstür von fremden Menschen angesprochen werden, die für Spenden, Beitrittserklärungen oder gar Unterschriften unter Abonnement-Verträge die Werbetrommel rühren. In den nächsten Wochen sind DRK-Beauftragte in Stralsund und auf Rügen unterwegs, um neue Fördermitglieder zu gewinnen, aber auch um neue aktive ehrenamtliche Helfer für eine Tätigkeit beim Deutschen Roten Kreuz zu begeistern. Wenn Frauen oder Männer in ihrer markanten Rot-Kreuz-Kleidung auf Rügen oder in Stralsund an der Tür klingeln, ist also keine unseriöse Praktik von Agenturen, die auf Haustürgeschäfte spezialisiert sind, zu befürchten.

Alle DRK-Beauftragten weisen sich vorher aus, wenn sie um ein kurzes Gespräch bitten und fragen: "Haben Sie einen Augenblick Zeit für das DRK?". "Wir hoffen, dass unseren Mitarbeitern die Tür nicht gleich wieder vor der Nase zugeschlagen wird, denn sie werben weder für Zeitschriften-Abos noch für Staubsauger", sagt Werner Ziegenhagen, Mitglied des Präsidiums des DRK-Kreisverbandes, wohl wissend, dass viele Insulaner und Stralsunder misstrauisch sind, wenn es um Gespräche an der Wohnungstür geht.

Werner Ziegenhagen betont weiter: "Wir möchten für Vertrauen werben und wollen über das breite Angebot der vielfältigen Leistungspalette des DRK-Kreisverbandes Rügen-Stralsund informieren". Natürlich ist DRK-Präsidiumsmitglied Werner Ziegenhagen klar, dass viele Insulaner und Stralsunder zunächst misstrauisch sind, wenn es um Gespräche an der Wohnungstür geht. "Das DRK ist für jeden da, der Hilfe benötigt und da wir uns in vielen Bereichen auf der Insel und in Stralsund ehrenamtlich engagieren, sind wir auf fördernde Mitglieder angewiesen, aber auch auf junge Menschen, die im Ehrenamt neue Verantwortung übernehmen wollen", so Ziegenhagen weiter.

Die Arbeit in den Ortsvereinen sei zwar noch zu gewährleisten, der hohe Altersdurchschnitt jedoch nicht optimal. "Etwa 430 aktive DRK-Mitglieder haben wir auf Rügen und in Stralsund sowie rund 3000 Mitglieder, die durch ihre Monatsbeiträge helfen, das Ehrenamt finanziell zu entlasten. "Sie sind die wichtigsten Organe in unserem Verein. Eine Mitgliedschaft im DRK hilft dem Gemeinwohl", weiß Ziegenhagen und wünscht sich viele Rüganer und Stralsunder, die unter anderem den Gedanken des DRK-Hilfsfonds, der sozial schwachen Familien die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht, weiter tragen. Ermöglicht wird durch diese Mitgliedschaft auch die erfolgreiche Fortführung der ehrenamtlichen Arbeit in den Gemeinschaften Wasserwacht, Jugendrotkreuz, Wohlfahrts- und Sozialarbeit sowie im Katastrophenschutz.

"Wir stellen uns den Bürgern vor, können unsere Dienstausweise als Legitimation vorlegen, aber auch Zeitungsbelege über unsere Arbeit", sagt Werner Ziegenhagen. Wer Fragen, Anregungen, aber auch Beschwerden zu dieser Aktion hat, kann sich an den Bereich Vereinsarbeit beim Roten Kreuz, oder direkt den Ehrenamtskoordinator Dirk Schlanert des DRK-Kreisverbandes, wenden.

Weitere Informationen in PDF-Format >>

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Jörg Schlanert: 03838 8023 91 / 17
Burkhard Päschke: 03838 8023 28



Leserbrief
20 Juli 2017

Erfolgreiches SCHWIMMLAGER der FISCHKLASSE

DRK-Schule Patzig geht baden

Bild: DRK

Bild: © DRK

Bergen auf Rügen. Die "Fischklasse" der DRK-Schule Patzig führte als Höhepunktveranstaltung des diesjährigen Schwimmunterrichtes erstmalig ein einwöchiges Schwimmlager durch. Die Schüler der Mittelstufe erlernten im Vorfeld das Schwimmen im Sport -und Schwimmunterricht der DRK-Schule. Nun sollten die Schwimmstufen im Rahmen des Schwimmlagers abgelegt werden. Das Schwimmlager fand vormittags in der Schwimmhalle des Sporthotel Samtens und nachmittags am Bodden in Lietzow statt. Zusätzlich wurden die Schwimmprüfungen an zwei Tagen in der Ostsee in Prora abgelegt.

Die Schüler absolvierten ein hartes Trainingsprogramm im Schwimmen und zusätzlich gab es zahlreiche sportliche Tests an Land zu bewältigen. Sechs Sportstunden am Tag brachten so manchen Muskelkater hervor. Obwohl das Wetter uns nicht den perfekten Sommer schenkte, kämpften alle "Fischkids" tapfer und ehrgeizig um beste Ergebnisse. So konnten sieben Schüler das Schwimmabzeichen "Seepferdchen" in der Schwimmhalle Samtens erringen. Vier Schüler erkämpften auch unter den harten Bedingungen der Ostsee das " Ostsee- Seepferdchen". Besonders stolz sind drei Schüler (Can, Susanne Sina), die das Jugendschwimmabzeichen in "BRONZE" absolviert haben! Herzlichen Glückwunsch allen "Fischkids"!

Am letzten Tag erprobten die fleißigen Schwimmkids ihre Taucherbrillen und Schnorchel bei einem kleinen Schnorchel Kurs in der Ostsee. Mit einer feierlichen Übergabe der Schwimm-Zeugnisse vor der gesamten Schule und einem lustigen selbst gedrehter Videofilm über das Schwimmlager beendeten die "Fischklasse" das erfolgreiche Schwimmlager. Ein Dankeschön an unsere Betreuer : Herrn Hagendorf, Frau Rackow, Frau Palmstedt. Vielen Dank an die DRK-Wasserrettung für das Bereitstellen von Schwimmleinen. Besonders herzlich möchten wir uns beim Störtebeker Sporthotel Samtens für die Nutzung der Schwimmhalle bedanken!

Viola Stein
DRK- Mitarbeiterin
DRK-Schule Patzig



19 Juli 2017 OstseeZeitung

Seit 70 Jahren Anlaufpunkt für Kinder

Nach vielen Ortswechseln ist die DRK Kita Göhren in der Regionalen Schule angekommen

Von Christian Rödel

Bild: DRK

Bild: Zum Geburtstag der Göhrener Kita ließen Kinder 70 Luftballons in den Himmel steigen. © DRK, B. Päschke

Göhren

Im Haus "Gottesgruß" der Göhrener Waldpromenade begann die Geschichte der DRK-Kindertagesstätte "Strandgut" und das ist fast genau 70 Jahre her. Im Frühjahr 1947 konnten dort, wo sich heute ein modernes evangelisches Seniorenpflegezentrum befindet, die ersten Nachkriegskinder betreut werden. Dieses 70. Jubiläum nahm der DRK-Kreisverband Rügen-Stralsund zum Anlass, eine kleines Fest mit ehemaligen Kollegen und dem aktuellen Nutzer der Kita zu feiern. Unter den vielen Gästen war auch Marianne Stengel, die damals zu den ersten Kindern gehörte, deren Betreuung in der idyllisch gelegenen Kita abgesichert wurde. "Wir sind zum Kriegsende aus Marienburg in Westpreußen vor der anrückenden russischen Armee nach Rügen geflüchtet", erzählt die 73-jährige Rüganerin, die in Göhren eine unbeschwerte Kindheit erleben konnte. Die beiden Kinder der ehemaligen Edeka-Verkäuferin gingen später ebenfalls in die Kita, aber zu der Zeit befand sie sich längst nicht mehr im Haus "Gottesgruß". Nach drei Jahren zog die Kindertagesstätte im Jahr 1950 neben das Gebäude der ehemaligen alten Sattlerei Rosenthal, wo sie bis 1965 als Einrichtung für die Betreuung des örtlichen Nachwuchses diente.

In das Haus "Stranddistel" zog die Kita 1965, wo sie bis 1974 ihr Domizil hatte. Im neu errichteten Kita-Gebäude am Göhrener Südhang existierte die Einrichtung genau 19 Jahre. "Zu dieser Zeit besuchten noch über 100 Kinder die Einrichtung, die von acht Erzieherinnen betreut und von vier technischen Kräften unterstützt wurden", erzählt die heutige Kita-Chefin Martina Hoppe, die, wie sollte es anders sein, hier auch als Kind betreut wurde. Von Zahlen wie 1974, mit knapp über 100 Kindern, konnten die Erzieherinnen nach der politischen Wende nur träumen. So wurden 1997 in der DRK-Einrichtung nur noch 47 Kinder betreut und im Jahre 2000 waren es gerade einmal noch 24 Kinder. Doch die Zahlen ziehen erfreulicherweise wieder an. Zurzeit werden in der Göhrener DRK-Kita "Strandgut" 38 Kinder von fünf Erzieherinnen und einer Auszubildenden betreut. Die Kindertagesstätte, deren Träger seit 1993 der DRK-Kreisverband ist, verfügt aktuell über eine Krippengruppe und zwei Kindergartengruppen.

"Meine Mama war hier sogar auch schon Krippenerzieherin", erzählt die 36-jährige Martina Hoppe, deren zwei Kinder selbstverständlich auch in die traditionsreiche Kita gingen. Nicht ohne Stolz verweist die Kita-Chefin auf die Zertifizierung durch den Kneipp-Bund, der alle drei Jahre den Status vergibt, wenn alle Kriterien der 5-Säulen-Philosophie des Kneipp-Gründers, dem einstigen bayrischen Priester Sebastian Kneipp, eingehalten werden. "Die Kinder können hier Armbäder nehmen und Wasser treten, wofür wir spezielle Räumlichkeiten geschaffen haben", so Kita-Chefin Hoppe. Seit dem Jahr 2004 konnte die Göhrener DRK-Kita immer wieder alle strengen Kriterien regelmäßig erfüllen und den Titel als anerkannte Kneipp-Einrichtung verteidigen.

Zum kürzlich gefeierten 70. Geburtstag bekamen die "Strandgut"- Kinder und ihre Erzieherinnen viele Geschenke und sogar zwei sehr großzügige Spenden– eine aus den Händen der DRK-Kreisverbandspräsidentin Anja Schurig und einen symbolischen Scheck von der Sparkasse Vorpommern. Die Kinder bedankten sich mit Liedern und Gedichten bei den kulanten Gästen – danach ließen sie eine große Menge an Luftballons mit persönlichen Widmungen auf Zetteln am Ballonband in den Göhrener Himmel aufsteigen…

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Kita "Strandgut"

Gegründet wurde die Göhrener Kita "Strandgut" im Frühjahr 1947. Nach zahlreichen Ortswechseln befindet sich die Kita jetzt in der Göhrener Tom Beyer Schule.

Aktuell werden in der Göhrener DRK-Kita "Strandgut" 38 Kinder von fünf Erzieherinnen und einer Auszubildenden betreut.